Akademische Abschlussarbeit an der Kunstakademie Düsseldorf
Materialien: Textilien, 2 Aputure C300D, 2 Aputure Light Dome Mini Diffusoren, Aputure Nova P300c Panel, 3 Stative, Gläser, Cocktailshaker, Bar mit Bareinrichtung, Esstisch mit 4 Stühlen, Samowar, kleine Kanne, Vase, Zeitungsständer, Toaster, 5 Mannequins, Fensterfolie, 30 gelaserte Sterne aus Stoff, 6 Buch-Editionen, Koffer
Größe: variabel
Die Ausstellungserfahrung beginnt, sobald die Besucher:innen den Raum 221 betreten, der treffend als „die so-genannte Gegenwart“ bezeichnet wird. Hier verschmelzen Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart zu einem einzigen Erlebnisraum. In der Mitte des Raumes, vor den Fenstern, thront eine Bar mit dem Namen „the so-called present“, an der sich fünf Charakter:innen aus unterschiedlichen Zeiten versammeln. Diese Figuren, repräsentiert durch bekleidete Mannequins, teilen ihre Weltansichten mit den Gästen über „Tagebücher der bösen Taten“, die sowohl auf der Bar als auch auf einem Tisch in der Ecke – die „sozialistische Ecke“ genannt – ausgelegt sind.
Während die Besucher:innen den Raum erkunden, werden sie von einer ungewöhnlichen Lichtstimmungen begleitet, die durch farbige Studiolampen und getönte Fensterfolien geschaffen werden. Diese Beleuchtung taucht den Raum in ungewohnte Farben, wodurch manche Bereiche schärfer, andere wiederum wie durch einen Schleier erscheinen, was die Atmosphäre traumähnlich macht.
Die Bar, zentral im Raum gelegen, wird von einem Barkeeper betreut, der Getränke serviert. Dieser Ort bietet eine Oase der Ruhe im Rahmen des Rundgangs; einige Gäste nutzen die Gelegenheit, um sich mit einem Getränk zu entspannen und den Raum zu betrachten. Viele sind vertieft in die Lektüre der Tagebücher, und hin und wieder ist ein Lachen zu vernehmen. Die ästhetische Fassade der Installation und der elegant gekleideten Charakter:innen wird durch die Inhalte der Tagebücher kontrastiert, die eine tiefere, oft ambivalente Sicht auf die Welt offenbaren und die glatte Oberfläche der Gegenwart durchbrechen.
Bild 1-4 Installationsansicht „dispersed non-existence“, 2023
Fotos von Ivo Faber
© VG Bild-Kunst, Bonn